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Puglia (im deutschen Apulien), ist bildlich gesehen die Ferse
Süditaliens und ein Land von außergewöhnlichen
Farben und wunderschöner Vielfalt. Auf Grund
seiner Position und den Häfen in Richtung Orient
wird es auch das Grenzland genannt. Die Städte
Apuliens sind reich an architektonischen und
historischen Zeugnissen – Kirchen, Kathedralen, Schlösser und Türme. Die
Regional Hauptstadt ist Bari, weitere
Provinzstädte sind Brindisi, Foggia, Lecce und
Taranto. Wobei Lecce auch als das Florenz des
Südens bezeichnet wird.
Prächtige Palazzi und Brunnen in den städtischen
Zentren sowie historische Ölmühlen und Masserien
im Landesinneren sind der kulturelle Nachlass
dieser Region. Der versteckte Charme der
Küstenorte kann zwischen schmalen Gassen,
Plätzen und
Palazzi entdeckt werden. Die 800 km lange Küste Apuliens ist
eine der schönsten in ganz Italien mit
einer hervorragenden Wasserqualität. Viele
zauberhafte Orte und Strände entlang der Küste
bieten einen unvergesslichen Urlaub.
Die Einwohner Apuliens wussten aus einem
einfachen "Stein" charakteristische Bauten wie Trullo und Masseria zu formen.
Die berühmten “Trulli”, runde Bauernhäuser aus
trockenem Steinbau mit kegelförmigen Dächern, sind teil des UNESCO
Weltkulturerbes. Sie sind einmalig auf der Welt
und haben Ihren Namen aus dem lateinischen "Turris"
oder dem griechischen "Tholos", Begriffe die die
Kuppel bzw. den klassischen Zylinder mit Kegel
beschreiben. Ursprünglich waren es einfache
Hütten, die aus wenigen Elementen bestehen: den
Mauern, dem Eingangsbogen und dem Dach.
Charakteristisch die Steine, "Chiancarelle"
genannt, die für den Boden und das Dach genutzt
wurden. Man geht davon aus, dass die Trulli
gebaut wurden, um die Zahlung der Gebäudesteuern
zu umgehen. Denn für die Steuereintreiber des
Königs sollten Sie wie einfache Steinhaufen
wirken. In großer Zahl sind die Trulli im ganzen Valle
d`Itria verstreut und insbesondere im Ort
Alberobello zu besichtigen.
Auch sehr verbreitet in Apulien ist die
Masseria, ein Gebäude das im Grunde aus einer
autonomen Zitadelle, mit teilweisen
unterirdischen Grotten, einem herrschaftlichem
Wohnsitz verziert mit Terrassen, monumentalen
Treppen und Fresken sowie einer Kapelle besteht.
Die Masseria war ein Geo-ökonomischer Betrieb
der Aristokraten und des Bürgertums, Le Masserie
waren somit große bewohnte Landgüter, die neben
dem Herrensitz aber auch die Unterkünfte der
einfachen Bauern und die Ställe umfassten.
Ein wunderschönes Gebiet Apuliens ist das "Valle d`Itria",
welches sich zwischen den Provinzen Bari,
Brindisi und Taranto befindet und drei Gemeinden
(Cisternino, Locorotondo und Martina Franca)
umfasst. Die Bezeichnung "Tal" ist dabei etwas
umpassend, da es sich nicht um die typische Form
eins Bergtals handelt, sondern um eine Senkung
in der Karstlandschaft.
Natur
Das Bild wird geprägt von flachen Hügeln mit
zahlreichen Weinterrassen, Olivenhainen und
kleinen Wäldchen. Im Frühsommer sieht man
leuchtende Mohnwiesen und goldene Weizenfelder.
Mehr als zwanzig Naturschutzgebiete schützen
diese äußerst vielfältige und außergewöhnliche
Natur.
Die Küste wechselt zwischen Dünenlandschaft,
Sandstränden und Felsklippen. Apulien bietet
dabei das
ganze Jahr über ein warmes Klima und ist eins der regenärmsten
Regionen Italiens.
Regionale Küche
Die ausgezeichneten und weltweit bekannten
Olivenöle werden aus den prächtigen,
jahrhundertealten Olivenbäumen Apuliens
produziert und geben, den lokalen Gerichten
ihren typischen Geschmack. Besonders die
Vorspeisen "Antipasti", aus frischen und ortstypischen Zutaten hergestellt, sind zu
empfehlen. Das Gebiet um Cisternino ist zudem sehr
bekannt für seine "fornelli", dort wird das
Fleisch direkt beim Metzger gegrillt und mit
kleinen Beilagen und lokalem Wein serviert.
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Unser Buchtipp für Sie:
Reiseführer Apulien
Machatschek, Michael, 384 Seiten, 6.
Auflage 2009, farbig, 19,90 EUR /
33,90 sFR, ISBN 3-89953-301-1
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